Depressionen mit Homöopathie behandeln?

Kann man Depressionen mit Homöopathie behandeln?

Die Antwort ist zum vornhinein ganz klar „JA“, was aber nicht heisst, dass Sie nun nicht weiterlesen sollen. Im folgenden Text können Sie sich gute Informationen zur alternativen Behandlung von Depressionen aneignen.

Zuerst muss verstanden werden was Depressionen eigentlich sind. Schulmedizinisch wird schon von Anfang an von einem depressivem Syndrom gesprochen (Pschyrembel 2002), und das ist auch richtig so. Ein Syndrom ist immer eine Ansammlung verschiedener Symptome. Sind gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit und Antriebsstörung länger als 2 Wochen am Stück vorhanden, wird in der Alopathie von einer depressiven Episode gesprochen. Weitere Symptome seien: Denk- und Konzentrationsstörung, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, motorische Hemmungen und Unruhe, Suizididee oder suizidales Verhalten, Schlafstörung und Appetitminderung oder -steigerung.

Nun, in der Homöopathie sind obige Symptome zu unspezifisch. Die meisten Menschen mit einer Depression haben diese „Begleiterscheinungen“. Ja genau, sie haben richtig gehört! Für einen Homöopathen sind die in der Schulmedizin als Hauptsymptome genannten Symptome bloss unspektakuläre Begleitsymptome. Was für den Patienten bei einer Depression im Vordergrund steht, bringt dem Homöopathen zur Findung des „Similimum“ meist nicht viel. Was nicht heissen soll, dem Homöopathen seien des Patienten wichtige Symptome egal. Er kann lediglich die, wie schon erwähnt, unspezifischen Symptome nicht brauchen. Suche ich nämlich in einem „Repertorium“ nach dem geeignetem homöopathsichen Arzneimittel für Depressionen, zeigt mir dieses gerade mal 430 mögliche Arzneimittel an.

Was braucht denn der Homöopath?

Der Homöopath braucht ... Lesen Sie mehr...

Chronische Schmerzen

Wer die Diagnose „chronische Schmerzen“ erst einmal erhalten hat, ist meist schon bei sehr vielen Ärzten und Spezialisten gewesen. In den meisten Fällen wurden auch schon viele Diagnosen, wie z.B. Fibromyalgie, Schleudertrauma, Bandscheibenvorfall, Rheuma, u.v.m. gemacht. Ich erlebe sogar immer wieder, dass Patienten zu mir kommen und berichten, dass sie der Arzt zum Psychiater überwiesen habe, weil er denke sie bilden sich das alles nur ein. Lesen Sie mehr...

Ist Homöopathie für meine Erkrankung geeignet?

„Ist die Homöopathie für genau meine Erkrankung geeignet?“, genau diesen Satz höre ich in meiner Praxis sehr oft. Und aus diesem Grund versuche ich Ihnen dieses Thema zu erklären.

Grundsätzlich ist jede Krankheit die Symptome entwickelt mit Homöopathie therapierbar. D.h. ohne Symptome wäre der Homöopath komplett hilflos, denn nur durch diese ist er fähig ein geeignetes Heilmittel für den Patienten zu finden.
Es ist jedoch sehr selten, dass eine Krankheit ohne Symptome verläuft, wenn nicht vielleicht sogar fast unmöglich. Wer genau sucht, findet immer ein brauchbares Symptom. (Das können Ihnen auch die Schulmediziner bestätigen. Ob dies jedoch anstrebenswert ist, bleibt dahingestellt)

„Warum interessiert den Homöopathen dann meine Diagnose nur sekundär?“ Lesen Sie mehr...

Unterdrückung

Unterdrückung oder nicht?

Wer sich ein bisschen mit der Homöopathie auseinandersetzt, stolpert immer wieder über das Wort Unterdrückung. Aber was ist diese viel diskutierte Unterdrückung eigentlich?

Ich werde dies in diesem Blog für Laien und Patienten etwas verkürzt aber verständlich erklären.

In der Homöopathie hat man schon vor über 200 Jahren festgestellt, dass gewisse Krankheiten im „Zusammenhang“ miteinander stehen. Z.B. bemerkte man ziemlich schnell, dass wenn ein Patient mit einer Neurodermitis allopathisch behandelt wird, also seine Hautausschläge z.B. mit Kortison o.ä. „zugecremed“ werden, er vielfach ein Asthma entwickelt.
In der Schulmedizin sagte man dann einfach, dass Neurodermitiker oft zu Asthma tendieren und legte die Aussage ohne weiter zu denken ad acta.
Der Homöopath war aber mit diese Aussage nicht zufrieden und wollte es besser wissen. Man beobachtete, dass jedesmal wenn ein Neurodermitiker seinen Ausschlag weggemacht bekam er das Asthma entwickelt.... das wissen wir ja nun schon, aber man kann auch beobachten, dass wenn das Asthma z.B. durch einen Homöopathen richtig behandelt wird, dieses verschwindet und an dessen Stelle aber die Neurodermitis wieder auftritt.

Und so gehört es zum Praxis-Altag vieler Homöopathen, dass sie dieses Ping-Pong Spiel mit den Dermatologen spielen. (Neurodermitis-->Kortison-->Asthma-->Globuli-->Neurodermitis-->Kortison-->Asthma-->Globuli-->.... u.s.w.)
Betrachtet man dieses Phänomen aber „ganzheitlich“ und verzichtet man auf die unterdrückenden Salben und Medikamente, kann solchen Patienten ein grosses Stück Lebensqualität zurückgegeben werden. Rennt nämlich der Patient beim auftauchen der Neurodermitis nicht zum Dermatologen/Arzt sondern meldet sich wieder beim Homöopathen und berichten ihm genauestens dessen neue Symptomatik, kann der Homöopath die Behandlung entsprechende anpassen und dem Patienten eine „Schicht“ Gesundheit mehr zurückgeben.

Nun war das wahrscheinlich etwas schnell. Aber ich will es Ihnen erklären:

Wie wir nun wissen, kann sich eine Krankheit auf verschiedene Ebenen verschieben lassen (Ping-Pong Beispiel). Nun müssen Sie sich aber vorstellen, dass es viele Ebenen gibt und jede hat ihre eigene Bedrohung oder Intensität.
Als Beispiel, die Ebene der Haut, welche bei der Neurodermitis betroffen ist, ist um ein vielfaches weniger gefährlich für den Menschen als die Ebene der Lunge oder der Bronchien beim Asthma. Denn fällt die Lunge aus, sind wir akut in einer sehr lebensbedrohlichen Situation. Ist aber unsere Haut von einem Hautausschlag betroffen, ist dies bei langem nicht so lebensbedrohlich wie ein akutes Asthma.

Sie sehen also, unser Organismus verfügt über höchst intelligente Mechanismen um uns am Leben zu erhalten. Er versucht, Krankheiten an „unwichtigere“ Organsysteme weiterzuleiten, um sehr Lebenswichtige Organe zu schützen. (Natürlich ist jedes Organ von grösster Wichtigkeit, es gibt aber verschiedene Prioritäten)

Das Ziel des Homöopathen ist nun den Patienten je nach dessen Schwere der Erkrankung durch die verschiedenen Stadien der Erkrankung hindurch zu begleiten und zu kontrollieren, dass sich der Heilungsverlauf nicht in die falsche Richtung begibt.
Es ist nicht immer ganz leicht zu differentieren, ob die nun neu auftretende Symptomatik auch den richtigen Verlauf darstellt. Dazu gibt es aber einige Hilfestellungen, wie z.B. das unten dargestellte Bild.
Klicken Sie das Bild um es zu vergrössern.

Quelle: „Die Theorie der Unterdrückung“, Dr. Prafull Vijayakar


Vielleicht verstehen Sie nun auch, warum der Homöopath beim Folgetermin immer nach neuen und evtl. sogar alten Symptomen fragt. Er muss kontrollieren, in welche Richtung der Fall läuft, in Richtung Heilung oder Unterdrückung.

Darum möchte ich Ihnen zum Schluss noch die folgenden Tipps geben.

- Seien Sie mit homöopathischer Selbstbehandlung sehr vorsichtig. Sollten sich nach einer solchen neue oder alte Symptome zeigen, nehmen Sie bitte sofort Kontakt mit Ihrem gut ausgebildetem Homöopathen auf.

- Seien Sie kritisch gegenüber schnellen Heilungen durch irgendwelche Medikamente oder Salben bei Hautausschlägen, oder sonstigen Erkrankungen.

- Seien Sie bei einer langjährig bestehenden Krankheit darauf gefasst, dass evtl. alte Symptome nochmals kurz zum Vorschein kommen.

- Befragen Sie Ihren Therapeuten zu diesem Thema.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Unterdrückung einigermassen verständlich erklären. Ich denke, dass in der heutigen Zeit sehr viele schwere Erkrankungen wegen systematischer Unterdrückung entstanden sind.
Sollten Sie dennoch Fragen haben, posten Sie einen Kommentar oder schreiben Sie mir eine Mail.

Alles Gute und viel Gesundheit.

Adrian Schneider